Da war mehr drin!

Die erste Runde in Wadgassen begann für unsere Zweite mit einem Jubelschrei. Die letzten beiden Bretter des Gegners waren unbesetzt, sodass wir schon vor Spielbeginn zwei Brettpunkte in der Tasche hatten. Zu gut Deutsch wir brauchten nur 2 1/2 Punkte an den verbleibenden sechs Brettern zu holen. Doch erstens kam es anders und zweitens als man dachte. Axel fand nicht richtig in seine Partie und war der erste, der seine Partie einstellte. Auch Bernd spielte an Brett 4 unterirdisch, so dass es nach Brettpunkten 2:2 stand. Anschließend remisierten Markus an Brett 3 und Simon an Brett 2. Als dann noch Hans an Brett 1 gewann, war plötzlich die Hoffnung auf den Mannschaftssieg wieder da. Auch wenn Christoph an Brett 5 die schlechtere Stellung hatte, so war ein Remis nicht ganz auszuschließen. Christoph hatte in der Vergangenheit in solchen Stellungen schon des Öfteren irgend etwas überraschendes zu bieten, doch ach, oh Schreck, irgendwie ging die Partie dann doch ganz schnell den Bach runter, so dass wir mit einer enttäuschenden Punkteteilung von dannen zogen.

Gambit I gewinnt !!

Am zweiten Spieltag der Oberliga Südwest gewinnt Gambit dank einer starken kämpferischen Leistung 4,5 zu 3,5 gegen Heimbach-Weis/Neuwied.

Zum Spielverlauf: Heimbach trat ohne IM Klaus-Jürgen Schulz an. Wir mussten weiterhin auf den verletzten Andi Keil verzichten. Dafür konnten wir erstmals unsere beiden französischen Topspieler Sebastian Pucher und Dorian Micottis an Brett 1 und 2 einsetzen und Dorian war es auch, der uns dank einer souveränen Vorstellung gegen IM Yuri Boidmann mit 1:0 in Führung brachte. Leider gingen danach Brett 7 (Eric Etienne gegen Peter Jahn) und Brett 8 (Alex Hillenbrandt gegen Benno Jacke) für uns verloren. Christoph Thiery schaffte allerdings postwendend den Ausgleich mit seinem Sieg gegen Tim Hendrick Ronge. Vier Partien liefen noch und mittlerweile hatten sich auch zahlreiche Zuschauer im Haus der Parität eingefunden und diese wurden auch nicht enttäuscht, denn es entwickelte sich ein dramatischer Kampf. An Brett 1 (Sebastian Pucher gegen Lukas Winterberg) und Brett 3 (Michael Erhardt gegen Thomas Roos) konnte Heimbach Vorteile aufweisen. Brett 4 (Georg Groß gegen Jochen Schäfer) und Brett 5 (Patrick Forthoffer gegen Christian Fink) standen für Gambit vorteilhaft. Patrick brachte uns mit 3:2 in Front.
Sebastian schaffte es mit einem Trick seine fast verlorene Stellung in eine eine fast ausgeglichene Stellung abzuwickeln. Brett 3 machte nach langem Endspiel Remis und Georg erzielte den Siegtreffer zum 4,5 zu 2,5. Brett 1 ging dann leider doch noch verloren.

Eine Klasseleistung von Gambit I, die bestrebt waren die 0:8 Blamage gegen Heidesheim vor drei Wochen vergessen zu machen. Großartig unsere „Alte Garde“ mit Georg, Patrick und Christoph in der Mitte.

Das nächste Spiel ist am 15. November zu Hause gegen Schwarzenbach I.

Saison 2015-2016

Hervorgehoben

Gambit spielt Oberliga!

Gambit 89: Playing Chess the Adventurous Way! (by Damijan Fric)

Gambit 89: Playing Chess the Adventurous Way! (by Damijan Fric)

Unsere letzte Oberliga-Teilnahme liegt schon vier Jahre zurück. Um Lust auf die neue Saison zu machen, findet ihr im Archiv einige klassische Spielberichte von Hans Gerhard.

Beginn der Saison:

  • Oberliga Südwest (OSW): 20.9.15.
  • Saarländische Mannschaftsmeisterschaft (SMM): 4.10.15

 

Schach-WM 2014

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Vishy packt es wohl nicht mehr

Letzter Ruhetag der Schach-WM. Magnus hat einen Punkt Vorsprung bei zwei verbleibenden Partien, jeweils einmal mit Schwarz und mit Weiß. Es ist hochgradig unwahrscheinlich, dass da noch etwas für Magnus anbrennt. Mit Schwarz konnte Vishy Magnus bisher nicht wirklich fordern und mit Weiß hängt es davon ab, ob die Sekundanten von Vishy noch etwas finden, dass Magnus wirklich überrascht.
Wenn beide aus ihrer Vorbereitung raus sind, dann hat eher Carlsen Vorteile. Außerdem oder vielleicht gerade deshalb ist Anand wenig risikobereit und das wird bei der letzten Partie auch nicht viel anders sein. Trotzdem muss man Anand wirklich ein Lob zollen, denn seine Verfassung war viel besser, als bei der letztjährigen WM. Aber wirklich ne Chance gegen Carlsen, die hat er wohl nicht und wird er auch nicht mehr bekommen.

Gaza stirbt!

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Das Grauen in Gaza

In der schachfreien Zeit darf es auch mal erlaubt sein, die Augen nach links oder nach rechts neben das Brett sowie darüber hinaus zu richten. Leider sehen unsere Augen zur Zeit nichts Gutes: Die Bombardierung des Gaza, eines der dichtbesiedelsten Landstriche der Welt, berührt in fast nicht zu ertragenden Maße die humane Sensibilität eines jeden Menschen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir sind keine Antisemiten, im Gegenteil, viele unserer Freunde sind Juden, aber wenn ein Staat faschistoide Tendenzen an den Tag legt, dann darf dieser kritisiert werden, auch wenn es sich um Israel handelt. Der mediale Lieblingsbösewicht „Putin“ soll für einmal zurückstehen.
Die israelische Soziologin Eva Illouz betont im aktuellen Spiegel, das die politische Elite in Israel nicht wirklich ernsthaft verhandeln will und in ihrem grenzenlosen Zynismus davon ausgeht, dass die Palästinenserfrage ein für alle Mal mit der Zerbombung von Gaza gelöst werden kann. Israel ist zwar eine Demokratie, weite Teile des öffentlichen Lebens werden aber vom Militär beherrscht. So kann die Militärverwaltung z. B. nach Gutsherrenart entscheiden, ob „ein Palästinenser eine Arbeitserlaubnis erhält oder ob sein Haus dem Erdboden gleich gemacht wird“. Es ist offensichtlich, dass die (vertriebenen) Palästinenser als Menschen zweiter Klasse angesehen werden und dass die immer mehr an Macht gewinnenden Ultra-Zionisten kein Interesse daran haben, durch eine Politik des Ausgleichs die vorhandenen Ungerechtigkeiten abzubauen.
Last but not least ist Israel ein vom Westen hochgezüchteter militärischer Apparat, der als aggressiver Brückenkopf in der arabischen Welt fungiert. Daher kann sich Israel fast alles erlauben, ohne dass den verantwortlichen Politikern von Obama und Co. die Ohren lang gezogen werden.
Klar ist aber auch, dass dieselben humanen Maßstäbe auch an die Hamas, an Syrien, Irak, etc. angelegt werden müssen. Leider spielen Humanität und Moral auf höchster politischer Ebene nur eine untergeordnete Rolle, aber die Doppelzüngigkeit der landläufigen Bewertungen in Deutschland ist wirklich schwer zu ertragen.

Sommerfest

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Gambit Sommerfest

Unser Sommerfest in Harry‘ s Garten. Sieht gemütlich aus, so war es auch. Die Schachparty fiel dieses Jahr besonders groß aus, da unser kleiner Verein sein 25-jähriges Bestehen feiert. 1989, als die Mauer fiel, haben auch wir uns gegründet. Mal sehen, wie die Sache nach 25 weiteren Jahren ausschaut.